Ratgeber · Webspace & Administration · PHP-Aktualisierung
PHP-Version der Website aktualisieren: Warum ist das wichtig?
Die PHP-Version beeinflusst, wie sicher, kompatibel und leistungsfähig eine Website betrieben werden kann. Veraltete Versionen erhalten irgendwann keine Sicherheitskorrekturen mehr und können die Nutzung aktueller CMS-, Plugin- oder Template-Versionen verhindern.
Eine Umstellung sollte dennoch nicht unvorbereitet erfolgen. Entscheidend sind die Unterstützung durch das verwendete System, aktuelle Backups und eine sorgfältige Prüfung aller wichtigen Funktionen nach dem Wechsel.
Hosting verwalten
SSL & Domains prüfen
E-Mail betreuen
Technik aktuell halten

Inhaltsverzeichnis
Webspace zuverlässig betreuen lassen
Wir kümmern uns um Hosting, Domains, SSL, E-Mail und wichtige technische Einstellungen – sorgfältig, planbar und mit persönlicher Ansprechperson.
Warum sollte die PHP-Version einer Website aktuell gehalten werden?
PHP ist eine serverseitige Programmiersprache, auf der viele Content-Management-Systeme und Webanwendungen basieren. Der PHP-Code wird auf dem Webserver ausgeführt und erzeugt die Inhalte, die anschließend an den Browser übertragen werden. Welche PHP-Version im Hosting eingestellt ist, kann deshalb den gesamten Betrieb der Website beeinflussen.
Jede PHP-Versionslinie wird nur für einen begrenzten Zeitraum gepflegt. Nach dem Ende des offiziellen Supports werden auch neu bekannt gewordene Sicherheitsprobleme nicht mehr durch reguläre Aktualisierungen behoben. Den jeweils aktuellen Status zeigt die offizielle Übersicht der unterstützten PHP-Versionen. Eine noch funktionierende, aber nicht mehr unterstützte Version ist daher keine verlässliche Dauerlösung.
Aktuelle PHP-Versionen können außerdem technische Verbesserungen und eine effizientere Verarbeitung mitbringen. Ob sich dadurch die Ladezeit einer konkreten Website spürbar verbessert, hängt jedoch auch von CMS, Erweiterungen, Datenbank, Caching und Hosting ab. Das PHP-Update ist somit ein wichtiger Bestandteil der technischen Pflege, aber kein Ersatz für eine umfassende Optimierung.
Welche Folgen kann eine veraltete PHP-Version haben?
Das wichtigste Risiko besteht im fehlenden Sicherheitssupport. Werden Schwachstellen in einer nicht mehr gepflegten PHP-Version entdeckt, ist nicht gewährleistet, dass dafür noch Korrekturen erscheinen. Sicherheitsupdates für WordPress, Joomla! oder andere Anwendungen können dieses Problem auf Ebene der Serverumgebung nicht vollständig ausgleichen.
Daneben können schrittweise Kompatibilitätsprobleme entstehen. Aktuelle CMS-Versionen, Plugins oder Erweiterungen setzen häufig eine bestimmte PHP-Version voraus. Bleibt die Serverumgebung zurück, lassen sich notwendige Aktualisierungen möglicherweise nicht mehr installieren oder einzelne Funktionen werden vom Hersteller nicht mehr unterstützt. Typische Folgen sind:
- Das Content-Management-System meldet eine veraltete oder nicht empfohlene PHP-Version.
- Plugins, Komponenten oder Templates verweigern ein Update oder ihre Installation.
- Neue Funktionen können nicht genutzt werden, obwohl das CMS selbst noch ausgeführt wird.
- Hersteller leisten für Fehler unter einer nicht unterstützten Umgebung nur eingeschränkten Support.
- Eine später notwendige Umstellung wird aufwendiger, weil mehrere Versionssprünge und veraltete Erweiterungen zusammenkommen.
Eine alte PHP-Version führt nicht zwangsläufig sofort zu einem sichtbaren Ausfall. Gerade dieser scheinbar störungsfreie Betrieb kann dazu führen, dass die notwendige Umstellung lange aufgeschoben wird. Im Rahmen einer regelmäßigen Webspace-Administration sollte deshalb nicht nur die aktuelle Einstellung, sondern auch deren verbleibender Supportzeitraum geprüft werden.
Welche Komponenten müssen vor der Umstellung kompatibel sein?
Ob eine Website mit einer neueren PHP-Version funktioniert, hängt nicht allein vom CMS ab. WordPress oder Joomla! können die gewünschte Version bereits unterstützen, während ein älteres Plugin, eine Joomla!-Erweiterung, das verwendete Template oder eine individuelle Programmierung noch inkompatiblen Code enthält.
Vor dem Wechsel sollten daher das Kernsystem, sämtliche Erweiterungen, Themes beziehungsweise Templates und vorhandene Eigenentwicklungen betrachtet werden. Maßgeblich sind die dokumentierten Systemanforderungen der jeweiligen Hersteller. Auch benötigte PHP-Erweiterungen, Speicherlimits und andere Einstellungen des Hostingpakets können eine Rolle spielen.
Besondere Aufmerksamkeit benötigen Websites, die längere Zeit nicht gewartet wurden oder Erweiterungen verwenden, deren Entwicklung eingestellt ist. In diesem Fall kann es erforderlich sein, zunächst das CMS und seine Erweiterungen zu aktualisieren, eine veraltete Komponente zu ersetzen oder individuellen Code anzupassen. Eine pauschale Aussage, dass jede Website problemlos auf die neueste verfügbare PHP-Version umgestellt werden kann, wäre deshalb nicht zuverlässig.
Wie wird ein PHP-Update sicher vorbereitet?
Wer die PHP-Version der Website aktualisieren möchte, sollte zunächst den technischen Ausgangszustand dokumentieren. Dazu gehören die bisherige PHP-Version, die CMS-Version, installierte Erweiterungen und wichtige Sonderfunktionen. Ebenso sollte geklärt werden, ob das Hosting die vorgesehene Zielversion sowie alle benötigten PHP-Module unterstützt.
Ein sinnvoller Ablauf umfasst folgende vorbereitende Schritte:
- Die Systemanforderungen von CMS, Erweiterungen und Template werden mit der vorgesehenen PHP-Version abgeglichen.
- Verfügbare Aktualisierungen werden geprüft und in einer technisch sinnvollen Reihenfolge eingeplant.
- Dateien und Datenbank werden vollständig gesichert und die Verwendbarkeit des Backups wird kontrolliert.
- Wichtige Funktionen wie Formulare, Anmeldung, Suche, Bestellabläufe oder Schnittstellen werden für den späteren Test festgehalten.
- Für den Fehlerfall wird eine Möglichkeit zur vorübergehenden Rückkehr auf die bisherige Konfiguration vorbereitet.
Das Backup sollte vor der tatsächlichen Umstellung aktuell sein und außerhalb der laufenden Website-Installation verfügbar bleiben. Warum eine Sicherung vor technischen Änderungen wichtig ist, erläutert der Ratgeber Warum sind Backups vor Updates so wichtig?.
Wie sollte die neue PHP-Version getestet werden?
Bei geschäftlich wichtigen oder technisch komplexen Websites sollte die Umstellung zunächst in einer geeigneten Testumgebung erfolgen. Dort kann geprüft werden, ob die neue PHP-Version mit dem vorhandenen System zusammenarbeitet, ohne dass Fehler unmittelbar die öffentlich erreichbare Website beeinträchtigen.
Nach dem Wechsel reicht es nicht aus, lediglich die Startseite aufzurufen. Kontrolliert werden sollten sowohl der sichtbare Internetauftritt als auch der Administrationsbereich. Dazu gehören Navigation, Unterseiten, Formulare, Suche, Benutzeranmeldung, Uploads, mehrsprachige Inhalte und andere zentrale Funktionen. Bei Shops, Buchungssystemen oder Schnittstellen müssen die jeweiligen Abläufe gesondert getestet werden.
Zusätzlich sollten Fehlerprotokolle des Servers und des CMS geprüft werden. Nicht jeder Hinweis ist sofort auf der Website sichtbar. Warnungen, veraltete Funktionsaufrufe oder Fehler in selten ausgeführten Hintergrundaufgaben können erst später auffallen. Nach erfolgreichem Test kann die Umstellung in der produktiven Umgebung erfolgen und dort noch einmal kontrolliert werden.
Welche Fehler können nach dem Wechsel auftreten?
Inkompatibler PHP-Code kann zu einer weißen Seite, einem Serverfehler, einem nicht erreichbaren Administrationsbereich oder dem Ausfall einzelner Funktionen führen. Ebenso sind lediglich bestimmte Plugins, Formulare, Cronjobs oder Schnittstellen betroffen, während der übrige Internetauftritt scheinbar normal funktioniert.
In einem solchen Fall sollte zuerst das Fehlerprotokoll ausgewertet werden. Es kann Hinweise darauf geben, welche Datei, Erweiterung oder Funktion den Fehler auslöst. Ein kurzfristiger Wechsel zurück zur vorherigen PHP-Version kann die Erreichbarkeit wiederherstellen, sofern diese Version beim Hosting noch verfügbar und mit der Website kompatibel ist. Bei einer bereits abgekündigten Version darf dies jedoch nur eine vorübergehende Maßnahme sein.
Die dauerhafte Lösung besteht darin, die betroffene Erweiterung zu aktualisieren, zu ersetzen oder den fehlerhaften Code anzupassen. Auch die PHP-Konfiguration selbst sollte kontrolliert werden, weil sich verfügbare Module, Speichergrenzen oder andere Servereinstellungen zwischen den angebotenen Versionen unterscheiden können.
Wann reicht eine eigene Umstellung und wann ist Unterstützung sinnvoll?
Bei einer technisch einfachen und regelmäßig gepflegten Website kann die Umstellung selbst vorgenommen werden, wenn aktuelle Backups, dokumentierte Systemanforderungen und ein sicherer Zugang zum Hosting vorhanden sind. Die verantwortliche Person sollte Fehlerprotokolle auswerten und die bisherige Konfiguration bei Problemen kontrolliert wiederherstellen können.
Professionelle Unterstützung ist sinnvoll, wenn der Wartungsstand unbekannt ist, mehrere Versionssprünge erforderlich sind oder veraltete Erweiterungen und individuelle Anpassungen eingesetzt werden. Gleiches gilt für Websites mit Shops, Buchungen, Mitgliederbereichen, Schnittstellen oder anderen geschäftlich wichtigen Funktionen, deren Ausfall erhebliche Auswirkungen hätte.
Die Prüfung und Umstellung der PHP-Version kann als Teil einer umfassenderen Webspace-Administration erfolgen. Dabei lassen sich Hostingumgebung, CMS, Erweiterungen und notwendige Tests gemeinsam betrachten. Über die Anfrage zur Webspace-Administration können Sie prüfen lassen, welche PHP-Version zu Ihrer Website passt und welche Vorarbeiten vor dem Wechsel erforderlich sind.
Häufige Fragen
Häufige Fragen zum Aktualisieren der PHP-Version
Die folgenden Antworten erläutern, wie Sie die verwendete PHP-Version erkennen, wann eine Aktualisierung notwendig wird und was bei Kompatibilität, Backups, Funktionsprüfungen und möglichen Fehlern zu beachten ist.
Für PHP-Updates gibt es kein für jede Website identisches Intervall. Die verwendete Version und ihr offizieller Supportstatus sollten regelmäßig kontrolliert werden. Spätestens wenn das Supportende näher rückt oder CMS und Erweiterungen eine neuere Version voraussetzen, muss die Umstellung vorbereitet und getestet werden.
Die aktive PHP-Version wird normalerweise im Verwaltungsbereich des Hostings angezeigt. Viele Content-Management-Systeme führen sie zusätzlich in den Systeminformationen oder im Website-Zustand auf. Bei mehreren Websites oder getrennten Einstellungen sollte geprüft werden, welche Version tatsächlich für die betreffende Domain ausgeführt wird.
Ja, wenn das CMS, eine Erweiterung, das Template oder individueller Code nicht mit der neuen PHP-Version kompatibel ist. Möglich sind vollständige Serverfehler oder der Ausfall einzelner Funktionen. Deshalb sollten Kompatibilität, Backup und Rückkehrmöglichkeit vor der Umstellung geklärt und wichtige Bereiche anschließend getestet werden.
Das hängt vom vorhandenen System und der vorgesehenen PHP-Version ab. Häufig ist es sinnvoll, CMS und Erweiterungen zunächst auf einen kompatiblen Stand zu bringen. Die richtige Reihenfolge sollte anhand der jeweiligen Systemanforderungen festgelegt und bei größeren Versionssprüngen zuerst in einer Testumgebung geprüft werden.
Eine neuere PHP-Version kann Code effizienter verarbeiten und dadurch die Performance verbessern. Eine spürbar schnellere Website ist jedoch nicht garantiert, da auch Hosting, Datenbank, Erweiterungen, Bilder und Caching die Ladezeit beeinflussen. Das PHP-Update sollte deshalb als Teil der gesamten technischen Optimierung betrachtet werden.
Zunächst sollten die Server- und CMS-Fehlerprotokolle geprüft werden, um die betroffene Erweiterung oder Codezeile einzugrenzen. Falls erforderlich, kann vorübergehend auf die vorherige Konfiguration zurückgewechselt werden. Anschließend muss die Ursache durch ein Update, den Austausch einer Erweiterung oder eine Codeanpassung behoben werden.
Noch Fragen?
Wir beraten Sie persönlich und unterstützen Sie bei Hosting, Webspace, E-Mail und technischer Administration Ihrer Website.
Weitere Ratgeber
Passende Beiträge zum Thema
Weitere Ratgeber, die zu diesem Thema passen und bei Wartung, Sicherheit, Updates oder Backups weiterhelfen.
E-Mails kommen nicht an: Ursachen bei Website und Hosting
Wenn Website-E-Mails nicht ankommen, können SMTP, SPF, DKIM, DMARC, Formularplugin oder Hosting-Einstellungen verantwortlich sein.
SSL-Zertifikat für Website: Was tun bei Problemen?
SSL-Probleme können Browserwarnungen, Mixed Content oder Ablaufmeldungen verursachen. Eine Prüfung der Website hilft.
Welche Aufgaben gehören zur Webspace-Administration?
Webspace-Administration umfasst Hosting, Domains, SSL, E-Mail, PHP-Versionen, Backups, Weiterleitungen und technische Einstellungen.



