Website-Backup: Dateien & Datenbank sichern

Ratgeber · Backups & Updates · Vollständige Sicherung

Website-Backup: Dateien und Datenbank richtig sichern

Ein zuverlässiges Website-Backup muss mehr als sichtbare Seiten und hochgeladene Bilder enthalten. Für eine vollständige Wiederherstellung werden sowohl die Dateien als auch die Datenbank, wichtige Konfigurationen und individuelle Bestandteile der Website benötigt.

Entscheidend sind außerdem ein geeigneter Speicherort, zusammenpassende Sicherungsstände und regelmäßige Wiederherstellungstests. Der Beitrag zeigt, welche Daten gesichert werden müssen und wie daraus ein tatsächlich nutzbares Backup entsteht.

Backup vor Updates

Wiederherstellung möglich

Schutz vor Datenverlust

Sichere Website-Wartung

Inhaltsverzeichnis

Backups und Updates sicher betreuen lassen

Wir übernehmen regelmäßige Sicherungen, führen Updates kontrolliert durch und prüfen anschließend die wichtigsten Funktionen Ihrer WordPress- oder Joomla!-Website.

Was umfasst ein vollständiges Website-Backup?

Bei einem vollständigen Website-Backup werden Dateien und Datenbank gemeinsam gesichert. Die Dateien enthalten unter anderem das Content-Management-System, Erweiterungen, Templates, Themes, Medien und Konfigurationen. In der Datenbank liegen normalerweise Seiteninhalte, Einstellungen, Benutzerkonten und zahlreiche weitere veränderliche Informationen.

Erst beide Bestandteile zusammen ermöglichen eine verlässliche Wiederherstellung. Abhängig von der Website und der Hostingumgebung können zusätzlich serverseitige Konfigurationen, Weiterleitungsregeln, individuelle Skripte, Cronjobs oder gesondert gespeicherte Dateien benötigt werden. Externe Dienste wie DNS-Verwaltung, E-Mail-Postfächer, Newsletter-Systeme oder CDN-Einstellungen sind dagegen nicht automatisch Bestandteil eines Website-Backups.

Eine vollständige Sicherung sollte deshalb mindestens folgende Bereiche erfassen:

  • Alle benötigten Website-Dateien einschließlich Medien, Erweiterungen und individueller Anpassungen werden gesichert.
  • Die vollständige zugehörige Datenbank wird in einem wieder importierbaren Format exportiert.
  • Wichtige Konfigurationsdateien und serverseitige Regeln werden in die Sicherung einbezogen.
  • Der Sicherungszeitpunkt, die betroffene Website und die enthaltenen Bestandteile werden eindeutig dokumentiert.
  • Die spätere Wiederherstellung wird technisch und praktisch überprüft.

Welche Dateien müssen in der Sicherung enthalten sein?

Gesichert werden sollte grundsätzlich der gesamte für die Website benötigte Verzeichnisbestand. Dazu gehören die Dateien des verwendeten CMS, installierte Plugins, Komponenten oder Module, das aktive Theme beziehungsweise Template sowie die hochgeladenen Bilder, Dokumente, Videos und sonstigen Medien. Auch individuell programmierte Funktionen und nicht über das Backend verwaltete Dateien dürfen nicht fehlen.

Besonders wichtig sind Konfigurationsdateien, die den Zugriff auf die Datenbank oder das Verhalten des Webservers steuern. Bei WordPress betrifft das beispielsweise die wp-config.php und gegebenenfalls die .htaccess. Andere Systeme und Serverumgebungen verwenden abweichende Dateien. Versteckte Dateien müssen daher beim Download oder beim Erstellen eines Archivs ausdrücklich berücksichtigt werden.

Standarddateien eines CMS lassen sich zwar häufig aus einem offiziellen Installationspaket wiederbeschaffen. Das ersetzt jedoch kein vollständiges Backup. Die auf dem Server vorhandene Version muss zu Datenbank, Erweiterungen und individuellen Anpassungen passen. Die offizielle WordPress-Dokumentation zu Backups unterscheidet deshalb ebenfalls zwischen der Sicherung der Datenbank und der Sicherung der WordPress-Dateien.

Warum ist die Datenbank für die Wiederherstellung unverzichtbar?

Viele wesentliche Bestandteile einer dynamischen Website liegen nicht als einzelne Dateien vor. Texte, Seiteneinstellungen, Menüs, Benutzerkonten, Kommentare und Konfigurationen von Erweiterungen werden gewöhnlich in einer Datenbank gespeichert. Bei Onlineshops, Mitgliederbereichen oder Buchungssystemen können dort zusätzlich Bestellungen, Kundendaten und laufende Vorgänge enthalten sein.

Ein reines Dateibackup stellt deshalb häufig nur die technische Grundstruktur und die Medien bereit. Ohne die passende Datenbank fehlen die aktuellen Inhalte und Einstellungen. Umgekehrt reicht ein Datenbankexport allein ebenfalls nicht aus, wenn Themes, Erweiterungen, Uploads oder individuelle Programmierungen wiederhergestellt werden müssen.

Für MySQL- und MariaDB-Datenbanken wird häufig ein logischer Export als SQL-Datei erstellt. Dieser enthält Anweisungen zum Wiederaufbau der Tabellen und ihrer Inhalte. Wichtig ist, sämtliche zur Website gehörenden Tabellen einzubeziehen und anschließend zu kontrollieren, ob der Export vollständig erstellt wurde. Eine ungewöhnlich kleine oder leere Exportdatei kann auf eine fehlgeschlagene Sicherung hindeuten.

Wie werden Dateien und Datenbank als zusammenpassender Stand gesichert?

Dateien und Datenbank sollten möglichst denselben Zustand der Website abbilden. Bei einer überwiegend statischen Unternehmenswebsite sind geringe zeitliche Abweichungen häufig unproblematischer als bei einem aktiven Shop, einem Mitgliederbereich oder einer Website mit regelmäßig eingehenden Formularen. Dort können sich Daten während der Sicherung laufend verändern.

Eine kontrollierte Sicherung kann in dieser Reihenfolge erfolgen:

  1. Vor Beginn wird geprüft, welche Dateien, Datenbanken und zusätzlichen Konfigurationen zur Website gehören.
  2. Bei stark veränderlichen Websites werden Schreibvorgänge für den erforderlichen Zeitraum begrenzt oder mit einer dafür geeigneten Sicherungsmethode konsistent erfasst.
  3. Die Datenbank wird vollständig exportiert und eindeutig der betreffenden Website zugeordnet.
  4. Alle benötigten Dateien einschließlich versteckter Konfigurationen werden gesichert.
  5. Dateien und Datenbankexport werden mit demselben Datum und einer gemeinsamen Kennzeichnung abgelegt.
  6. Erstellungsprotokolle, Dateigrößen und Fehlermeldungen werden kontrolliert.

Automatisierte Backup-Lösungen können diese Schritte bündeln. Trotzdem sollte überprüft werden, ob das gewählte Verfahren tatsächlich Dateien und Datenbank umfasst. Eine Erfolgsmeldung bedeutet zunächst nur, dass ein Sicherungsprozess abgeschlossen wurde. Sie beweist noch nicht, dass alle Bestandteile vorhanden und wiederherstellbar sind.

Vor Updates oder größeren Änderungen sollte zusätzlich eine aktuelle Sicherung erstellt werden. Warum dafür ein unmittelbar verfügbarer Rückkehrpunkt wichtig ist, erläutert der Beitrag Warum sind Backups vor Updates so wichtig?.

Wo sollten Website-Backups gespeichert werden?

Ein Backup, das ausschließlich im Webspace der laufenden Website liegt, bietet nur begrenzten Schutz. Wird das Hostingkonto beschädigt, gelöscht oder kompromittiert, kann auch die dort gespeicherte Sicherung betroffen sein. Backups sollten daher zusätzlich auf einem technisch getrennten System gespeichert werden.

Sinnvoll ist eine Kombination aus mehreren Sicherungsständen und mindestens einem unabhängigen Speicherort. Je nach Schutzbedarf kommen ein gesicherter externer Backup-Speicher, ein separates Hostingkonto, ein lokales Speichersystem oder zeitweise nicht verbundene Datenträger infrage. Die amerikanische Sicherheitsbehörde CISA empfiehlt für kritische Daten ebenfalls geschützte, verschlüsselte und offline verfügbare Sicherungen sowie regelmäßige Wiederherstellungstests.

Da Website-Backups personenbezogene Daten, Zugangsinformationen und interne Konfigurationen enthalten können, müssen sie vor unbefugtem Zugriff geschützt werden. Dazu gehören geeignete Zugriffsrechte, sichere Zugangsdaten und bei Bedarf eine Verschlüsselung. Zugangsschlüssel für verschlüsselte Sicherungen müssen getrennt und dauerhaft verfügbar aufbewahrt werden, weil ohne sie auch ein technisch einwandfreies Archiv nicht genutzt werden kann.

Wie viele Sicherungsstände benötigt werden, richtet sich nach der Änderungshäufigkeit und dem Zeitraum, in dem Fehler oder Angriffe möglicherweise unbemerkt bleiben. Nur die jeweils letzte Sicherung aufzubewahren ist riskant, weil sie einen bereits beschädigten Zustand enthalten kann.

Wie wird geprüft, ob sich das Backup wiederherstellen lässt?

Die bloße Existenz einer ZIP- oder SQL-Datei bestätigt noch keine nutzbare Sicherung. Archive können unvollständig sein, Datenbankexporte können fehlschlagen und automatisierte Übertragungen können unterbrochen werden. Eine erste Kontrolle umfasst daher Erstellungsstatus, Dateigröße, Prüfsummen oder Integritätsprüfung sowie die Sichtung der enthaltenen Verzeichnisse und des Datenbankexports.

Die aussagekräftigste Prüfung ist eine testweise Wiederherstellung in einer getrennten Umgebung. Dabei werden die Dateien entpackt, die Datenbank importiert und die Konfigurationen an die Testumgebung angepasst. Anschließend muss geprüft werden, ob Website und Administrationsbereich erreichbar sind und ob die gesicherten Inhalte tatsächlich vorhanden sind.

Je nach Website gehören zu einem Wiederherstellungstest insbesondere:

  • Die wichtigsten Seiten, Navigationselemente und Medien werden aufgerufen.
  • Anmeldung, Benutzerrechte und zentrale Backend-Funktionen werden kontrolliert.
  • Formulare, Suche, Bestellabläufe und andere geschäftlich wichtige Funktionen werden praktisch getestet.
  • Weiterleitungen, individuelle Skripte und benötigte Serverkonfigurationen werden überprüft.
  • Fehlermeldungen und Unterschiede gegenüber dem erwarteten Sicherungsstand werden dokumentiert.

Ein erfolgreicher Test zeigt nicht nur, dass die Sicherung vollständig ist. Er macht auch sichtbar, welche Zugänge, Arbeitsschritte und Zeiten für eine Wiederherstellung benötigt werden. Das erleichtert ein planvolles Vorgehen bei einem Ausfall erheblich.

Wann kann man die Sicherung selbst übernehmen?

Eine eigene Sicherung ist möglich, wenn Sie die zur Website gehörenden Verzeichnisse und Datenbanken eindeutig bestimmen, vollständige Exporte erstellen und eine Wiederherstellung sicher durchführen können. Ebenso müssen Sie erkennen können, ob ein Backup-Archiv unvollständig ist oder wichtige Konfigurationsdateien fehlen.

Bei einfachen Websites kann dafür eine zuverlässige Backup-Funktion des CMS oder Hosters ausreichen, sofern deren Umfang und Wiederherstellungsweg bekannt sind. Bei Onlineshops, mehreren Installationen, großen Datenmengen oder häufigen Änderungen sind Konsistenz, Speicherbedarf und Ausfallzeit genauer zu planen. Ein Backup des Hostinganbieters sollte nicht ungeprüft als einzige Rückfallebene betrachtet werden, da Umfang, Aufbewahrung und Zugriffsmöglichkeiten unterschiedlich sein können.

Eine regelmäßige Website-Wartung kann die Erstellung, externe Speicherung und Kontrolle der Sicherungen mit Updates und Funktionsprüfungen verbinden. Auch ein Wartungsvertrag für Websites kann festlegen, welche Bestandteile in welchem Rhythmus gesichert und wie lange Sicherungsstände aufbewahrt werden.

Wenn Sie die vorhandene Backup-Lösung prüfen oder eine vollständige Sicherungsstrategie einrichten lassen möchten, können Sie über die Anfrage zur Website-Wartung Angaben zum CMS, Hosting und bisherigen Sicherungsverfahren übermitteln.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zu vollständigen Website-Backups

Die folgenden Antworten erläutern, welche Bestandteile gesichert werden müssen, warum Dateien und Datenbank zusammengehören und was bei Speicherort, Hoster-Backups und Wiederherstellungstests zu beachten ist.

Was gehört zu einem vollständigen Website-Backup?

Ein vollständiges Website-Backup umfasst alle benötigten Dateien, die zugehörige Datenbank, Medien, Erweiterungen, individuelle Anpassungen und wichtige Konfigurationen. Abhängig von der Hostingumgebung können zusätzlich serverseitige Regeln oder geplante Aufgaben relevant sein. Entscheidend ist, dass sich aus den gesicherten Bestandteilen eine funktionsfähige Website wiederherstellen lässt.

Reicht es aus, nur die Dateien der Website zu sichern?

Bei einer dynamischen Website reicht ein reines Dateibackup normalerweise nicht aus. Inhalte, Einstellungen, Benutzerkonten und weitere veränderliche Daten werden häufig in der Datenbank gespeichert. Ohne den passenden Datenbankexport fehlen diese Informationen bei der Wiederherstellung, während eine allein gesicherte Datenbank wiederum keine Medien, Erweiterungen oder individuellen Dateien enthält.

Ist das Backup des Hostinganbieters ausreichend?

Das hängt vom Leistungsumfang, der Aufbewahrungsdauer und den verfügbaren Wiederherstellungsoptionen ab. Ein Hoster-Backup kann eine wichtige Rückfallebene sein, sollte aber nicht ungeprüft die einzige Sicherung bleiben. Website-Betreiber sollten wissen, welche Daten enthalten sind, wie lange Sicherungsstände verfügbar bleiben und wie eine Rücksicherung angefordert oder selbst durchgeführt wird.

Wo sollte ein Website-Backup gespeichert werden?

Mindestens eine Sicherung sollte außerhalb des laufenden Webspace gespeichert werden. Geeignet sind beispielsweise ein geschützter externer Backup-Speicher, ein separates System oder ein zeitweise nicht verbundener Datenträger. Da Backups vertrauliche Daten und Konfigurationen enthalten können, müssen der Speicher und die Übertragung angemessen vor unbefugtem Zugriff geschützt werden.

Wie erkennt man, ob ein Website-Backup vollständig ist?

Kontrollieren Sie, ob alle benötigten Verzeichnisse, Konfigurationsdateien und ein plausibler Datenbankexport vorhanden sind. Dateigrößen, Erstellungsprotokolle und Integritätsprüfungen können erste Fehler sichtbar machen. Verlässlich beurteilen lässt sich die Sicherung jedoch erst durch eine testweise Wiederherstellung, bei der zentrale Inhalte und Funktionen praktisch geprüft werden.

Müssen Dateien und Datenbank gleichzeitig gesichert werden?

Sie sollten zumindest einen eindeutig zusammengehörenden Zustand abbilden. Bei einer selten veränderten Unternehmenswebsite können geringe zeitliche Abweichungen weniger problematisch sein. Bei Onlineshops, Mitgliederbereichen oder regelmäßig eingehenden Formulardaten ist eine konsistente Sicherung besonders wichtig, damit Dateien, Einstellungen und aktuelle Daten nach der Wiederherstellung zusammenpassen.

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